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Fenster einfach
selbst lackieren

Holzfenster streichen: Unsere Profi-Tipps

Mit dieser kurzen Anleitung möchten wir dir Schritt für Schritt helfen, deinen Fenstern einen neuen, frischen Anstrich zu geben.

Wie viele Dinge im Haus benötigen auch deine Fenster eine regelmäßige Wartung und Pflege. Dazu zählt neben dem Fenster putzen oder dem Einstellen der Fensterflügel, auch die wiederkehrende Auffrischung des Schutzanstrichs. Mit einem frischen Anstrich wertest du nicht nur deine Fassade optisch auf, sondern deine Räume wirken dadurch im Handumdrehen wohnlicher und einladender. Dies ist aber nicht der einzige Vorteil, denn durch die Erneuerung des Anstrichs werden deine Fenster auch robuster und halten länger. Zudem isolieren Sie besser, was dich Heizkosten sparen lässt. Also, worauf wartest du noch? In diesem Ratgeber zeigen wir dir Schritt für Schritt, was du vor und während des Lackierens deiner Holzfenster alles beachten solltest, und wie du dein Ergebnis verwirklichst. Wenn du allerdings Kunststofffenster hast, erläutern wir dir in einem anderen Tutorial, wie du diesen eine neue Optik verleihen kannst.

Die Auswahl der richtigen Farbe

Natürlich ist die Qualität deines Anstrichs entscheidend von der von der verwendeten Farbe. Ob von außen durch Regen, Schnee, Nebel und Graupel oder von innen durch Kondensation sind Fenster häufig Feuchtigkeit ausgesetzt. Daher solltest du dich für eine Farbe entscheiden, die besonders robust und wasserbeständig ist. Zudem sollte die Farbe einen wirksamen UV-Schutz vor Sonneneinstrahlung haben.
Für einen optimalen Schutz vor Feuchtigkeit sollte die Lackierung das Holz vollständig abdecken und darf keine Risse oder Beschädigungen aufweisen. Risse in der Lackschicht könnten dazu führen, dass Feuchtigkeit in das Holz einzieht und nicht mehr entweichen kann. Im schlimmsten Fall kann es dazu führen, dass die Fenster unter dem Lack verrotten.

Wie häufig du deine Fenster neu streichen solltest, hängt von der Witterung, der Holzart und der Qualität des Lackes ab. Als Faustregel gilt dabei etwa alle 5 Jahre, den Anstrich zu erneuern. Im Zweifelsfall ist es dennoch ratsam, lieber etwas früher als zu spät die Fensterrahmen lackieren oder die Fenster lasieren.

Bevor du mit der Renovierung deiner Fenster starten willst, solltest du dir überlegen, welches Ergebnis du haben möchtest.
Bei Lasuren handelt es sich um eine farbtongebende, jedoch transparente Holzbeschichtung. Diese Art der Beschichtung bietet den Vorteil, dass die natürliche Holzmaserung sichtbar bleibt und verstärkt wird.
Lacke hingegen bilden hingegen eine blickdichte Oberfläche mit einer breiten Farbpalette. Dadurch sind den dekorativen Akzenten bei der Farbauswahl kaum Grenzen gesetzt.

Beste Ergebnisse, an denen du lange Freude haben wirst, erzielst du mit der wasserbasierten und vergilbungsfreien Holzfarbe von Grundmann. Dieser Acryllack eignet sich hervorragend für Außenanstriche der Fensterrahmen, aber auch für den Innenbereich ist dieser Schutzanstrich bestens geeignet, da er lösungsmittelfrei ist und daher nicht unangenehm riecht. Deiner Kreativität sind bei der Farbauswahl hierbei keine Grenzen gesetzt. Wenn du aber lieber den natürlichen Charme der Fenster unterstreichen willst, dann wirst du bei unseren Holzlasuren fündig.

Dein Werkzeug und das benötigte Zubehör

Eine gute Vorbereitung ist die Grundlage für das Gelingen deines Projektes. Deshalb haben wir dir eine Liste der benötigten Materialien und Werkzeuge zusammengestellt, damit du deinen Fenstern neue Glanz verleihen kannst. Denn nichts ist nerviger als während der Arbeit zu bemerken, dass man noch etwas aus dem Baumarkt braucht.

Unterlegböcke zur Ablage der ausgehängten Fensterflügel:
Du kannst die Fenster zwar auch hängend streichen, jedoch erreichst du so möglicherweise nicht alle Stellen und machst es dir nur unnötig schwer.

Schraubenzieher, um die Fenster auszuhängen und die Fenstergriffe zu demontieren:
Dies ermöglicht dir ein sauberes Arbeiten und erspart unnötiges Abkleben.

Schleifmittel (Schleifpapier oder Schleifvlies) und Schleifklotz:
Um alle Stellen, an denen alter Lack abgeblättert ist, vor dem Neuanstrich glatt zu schleifen und die Oberfläche für eine bessere Haftung anzurauen. Natürlich kannst du für die größeren Flächen auch ein elektrisches Schleifgerät verwenden.

Putzlappen und Eimer, um das Fenster gründlich zu säubern:
Die Oberfläche muss frei von Staub und Fett sein, damit die Farbe gut haftet. Hierfür kannst du z.B. Haushaltsreiniger oder Seifenlauge verwenden.

Malerkrepp zum Abkleben des Fensterrahmens:
Wir empfehlen dir die umliegenden Wände und die Fensterbänke abzukleben. Dafür kannst idealerweise das Berico Abklebeband verwenden. Das erspart dir unnötiges Putzen im Anschluss an die Arbeit. Entferne das Klebeband am besten, solange die Farbe noch nicht vollständig durchgetrocknet ist, um ein sauberes Ergebnis zu erhalten.

Abdeckfolie oder Zeitungspapier:
Zum Schutz des Untergrunds vor Farbspritzern.

Pinsel, Farbrolle und Farbwanne oder Spritzpistole:
Gieße die Farbe am besten in die Farbwanne. Verwende den Pinsel für Ecken und Kanten und die Farbrolle für die Flächen. Für Acryllacke und auch Fensterlasuren solltest du hierbei unseren Flachpinsel mit synthetischen Borsten verwenden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Bevor du damit beginnst deine Fensterrahmen zu streichen, solltest du unbedingt die Außentemperatur beachten. Plane das Fenster lackieren an einem Tag mit mindestens 8°C Außentemperatur. Rechne dabei pro Fensterflügel mit einer Bearbeitungszeit von 2 bis 3 Stunden zuzüglich Trocknungszeit ein (in Abhängigkeit des verwendeten Lacks). In der Regel sind die Farben nach 4 bis 6 Stunden oberflächlich getrocknet. Nach dem Auftragen aller Schichten sollte die Farbe jedoch noch einige Tage bei leicht geöffnetem Fenster vollständig trocknen.

1. Hänge die Fensterflügel aus und entferne die Beschläge
Je nach Fenstertyp unterscheidet sich dabei die Handhabung. Dies erleichtert dir das spätere Lackieren sehr.
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Profi-Tipp: Ist das Fenster größer als 50 x 50 cm, solltest du diese Arbeit zu zweit machen.
Schraube zudem die Beschläge und Griffe ab, damit das Holz später besser geschliffen und lackiert werden kann. Was dich beim Streichen nicht stört, kannst du am Fenster lassen und nachher abkleben.

2. Entferne alte Anstriche und schleife die Fenster ab
Wenn die alte Farbe bereits abblättert, solltest du die Fenster mit Schleifpapier abschleifen bzw. zuvor mit einem Spachtel abkratzen, bis eine gleichmäßige Oberfläche entsteht. Wenn der alte Anstrich noch intakt ist, genügt es, wenn du die Fläche leicht mit einem feinen Schleifvlies anschleifst (180er Körnung).

3. Reinige die Fensterrahmen
Im Anschluss ist es sehr wichtig, die Fensterrahmen gründlich von Schmutz und Staub zu reinigen, damit der Lack später optimal haften kann. Hierfür reicht in der Regel lauwarmes Wasser mit etwas Spülmittel.  

4. Fülle Risse und Löcher auf
Sollte es Risse oder Löcher in den Fensterflügeln geben, sollten diese mit einer entsprechenden Spachtelmasse geschlossen werden.

5. Abkleben
Als Nächstes kannst du die Glasflächen an den Holzkanten sowie am Fensterrahmen alle Flächen seitlich des Holzes an der Fensterlaibung und die Fensterbank abkleben. Wenn es Beschläge am Rahmen gibt, die du nicht entfernt hast, sollten diese auch sorgfältig abgeklebt werden. Je besser du diese Bereiche schützt, desto weniger Reinigungsarbeiten sind später erforderlich.

6. Lackieren der Fenster
Nun beginnt der eigentliche Anstrich. Rühre dafür den ausgewählten Lack etwa 2 Minuten gründlich auf und fülle ihn in eine Farbwanne ab. Streiche dann als Erstes Ecken und Kanten mit einem Pinsel. Für die größeren Flächen kannst du im Anschluss eine Farbrolle mit kurzem Flor verwenden. Achte darauf, die Farbe in langen Streichzügen aufzutragen. Lasse den Anstrich danach vier bis sechs Stunden trocknen. Dann kannst du den zweiten und falls nötig, einen dritten Anstrich auftragen. 
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Profi-Tipp: Trage den Lack möglichst dünn in mehreren Schichten und vermeide zu dicke Farbschichten.
Wasserbasierte Lacke trocknen oberflächlich sehr schnell. Es ist jedoch wichtig, dass die einzelnen Schichten richtig durchtrocknen, um ein optimales Ergebnis zu erreichen.

7. Abschlussarbeiten
Zunächst entferne nun das Abdeckband. Dies entfernst du am besten, wenn der Lack noch nicht vollständig getrocknet ist ­ ansonsten kann sich der Lack an den Rändern ablösen. Alle Beschläge, die zuvor abgeschraubt wurden, schraubst du an das getrocknete Fenster wieder an. Jetzt noch den Fensterflügel einhängen und du hast es geschafft. Jetzt muss der Anstrich nur noch vollständig austrocknen. Dies kann ein paar Tage dauern. Am besten lässt du das Fenster in dieser Zeit leicht auf Kippstellung geöffnet.